Einkaufsliste zur Mauserunterstützung bei Wachteln


Einzelsaaten (zum Selbstmischen):


Leinsamen


Hanfsaat (ungeschält oder geschält)


Mariendistelsamen


Nigersaat


Silberhirse


Japanhirse


Rote Hirse


Sonnenblumenkerne (geschält, in Maßen)



> Diese Zutaten kannst du zu einer energiereichen Mausermischung kombinieren – je 1 Teil pro Sorte, gut durchmischt in einem sauberen Vorratsglas.





Eiweiß- und Vitalstoffquellen:


Getrocknete Insekten (z. B. Mehlwürmer, Soldatenfliegenlarven)


Gekochtes Ei (nur frisch und in kleinen Mengen, hygienisch anbieten)


Luzerne (getrocknet)

– Enthält pflanzliches Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe

– Am besten in getrockneter Form als Kräuteranteil im Futter oder als Bestandteil von Mauserkräutermischungen

– Kann auch leicht angefeuchtet über Körnerfutter gestreut werden





Trinkwasserzusätze:


Bierhefe (als Pulver oder Flocken, z. B. übers Futter oder Wasser)


Apfelessig (naturtrüb, 1 TL auf 1 Liter Wasser, kurweise)


Mauserfit vom Wachtelshop

– Ergänzung speziell für die Mauser

– Wird ins Trinkwasser gegeben

– Enthält natürliche Aminosäuren, Vitamine und Kräuter

– In der Mauserzeit täglich frisch ins Wasser mischen





Optionales Zubehör:


Kleine Futterschalen für Saaten


Schraubglas oder Dose zur Saatenmischung


Messlöffel oder Teelöffel zur Dosierung




Vorbereitung auf die Mauser bei Wachteln


Die Mauser gehört zu den natürlichsten, aber auch anstrengendsten Phasen im Leben einer Wachtel. Innerhalb weniger Wochen erneuern die Tiere ihr gesamtes Federkleid. Das klingt unscheinbar, bedeutet für den Körper aber eine enorme Herausforderung: das alte Federkleid muss abgestoßen, das neue gleichzeitig aufgebaut werden. Für diesen Prozess benötigt die Wachtel große Mengen an Energie, Eiweiß, Mineralstoffen und Spurenelementen. Wer seine Tiere in dieser Zeit unterstützen möchte, sollte deshalb frühzeitig mit der Vorbereitung beginnen.


Warum eine gute Vorbereitung so wichtig ist


Während der Mauser sind die Tiere anfälliger für Krankheiten, ihr Immunsystem ist stärker belastet, und häufig geht auch die Legeleistung zurück. Gerade ältere Wachteln oder Tiere, die ohnehin gesundheitlich schwächer sind, profitieren von einer gezielten Vorbereitung. Ein kräftiger Start in die Mauser sorgt dafür, dass die Tiere schneller durch diese Phase kommen und sich anschließend schneller erholen.


Entwurmung vor Beginn der Mauser


Ein zentraler Punkt meiner Vorbereitung ist die rechtzeitige Entwurmung. Parasiten belasten nicht nur den Darm, sondern nehmen den Wachteln auch wichtige Nährstoffe. Genau diese werden aber während der Mauser dringend benötigt, um Federn und Haut gesund zu erneuern. Ich entwurme meine Tiere daher jedes Jahr Ende August oder Anfang September – also kurz bevor die Mauser einsetzt.

Damit habe ich seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht: Die Tiere gehen deutlich kräftiger in die Mauser und verlieren weniger Substanz.


Futterqualität sicherstellen


Noch bevor ich die Futterzusammensetzung verändere, lege ich großen Wert auf eine gleichbleibend hohe Qualität des Basisfutters. Gerade jetzt darf es keine Mängel geben. Das bedeutet: frisches, ausgewogenes Futter, stets sauberes Wasser und gegebenenfalls eine Mineralstoffversorgung, die alle Grundbedürfnisse abdeckt. So haben die Wachteln bereits vor Beginn der Mauser ein stabiles Fundament, auf dem der Körper aufbauen kann.


Stress vermeiden


Mindestens genauso wichtig wie die Fütterung ist die Umgebung der Tiere. Jede Form von Stress schwächt den Organismus zusätzlich. Deshalb verzichte ich in dieser Zeit bewusst auf Umsetzungen, Neuvergesellschaftungen oder andere größere Veränderungen im Stall. Eine ruhige und beständige Umgebung erleichtert den Tieren den Start in die Mauser erheblich.


Mein Fazit nach vielen Jahren


Ich bereite meine Wachteln seit Jahren auf diese Weise vor – mit Entwurmung, stabiler Grundversorgung und möglichst wenig Stress. Die Erfahrung zeigt: Die Tiere kommen deutlich besser durch die Mauser, sind widerstandsfähiger und brauchen weniger Zeit, um sich zu erholen. Wer seinen Wachteln diese Unterstützung gibt, sorgt für einen sanften Übergang in eine der wichtigsten Phasen im Wachtelleben.


Im nächsten Beitrag erkläre ich, was während der Mauser im Körper passiert und warum dieser Prozess so kräftezehrend ist.